1. China: Vier Ministerien veröffentlichen gemeinsam den Aktionsplan „Intelligente Schifffahrt 2030“.
Quelle: Verkehrsministerium der Volksrepublik China
Das Verkehrsministerium, das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie, die Kommission zur Überwachung und Verwaltung staatseigener Vermögenswerte (SASAC) und die Staatliche Marktregulierungsbehörde haben gemeinsam den Aktionsplan „Smart Shipping 2030“ herausgegeben.
Der Plan setzt klare Ziele: Bis 2027 soll künstliche Intelligenz tief in die Schifffahrt integriert sein, begleitet von Durchbrüchen bei Kerntechnologien. Geplant sind die Einrichtung von mehr als drei umfassenden Pilotzonen für intelligente Schifffahrt, die Eröffnung von mehr als fünf Testrouten für intelligente Schifffahrt, die Entwicklung von mehr als zehn replizierbaren Szenarien für intelligente Schifffahrt und der Betrieb von mehr als 100 intelligenten Schiffen.
Bis 2030 wird China die wichtigsten Kerntechnologien vollständig beherrschen, ein neues Modell für die koordinierte Entwicklung von Technologie, Industrie und Regierungsführung schaffen und im Bereich der intelligenten Schifffahrt ein international fortgeschrittenes Niveau erreichen.
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2. Schweiz: Neue Regeln erlauben autonome Fahrzeuge auf den Straßen; KI soll Verkehrsprobleme lösen
Quelle: Swiss Deep Tech News

Seit dem 1. März 2025 ist in der Schweiz die neue Fassung des Autonomous Vehicle Amendment offiziell in Kraft getreten, die es autonomen Fahrzeugen der Stufen L3 und L4 ermöglicht, auf Schweizer Straßen zu fahren, und gleichzeitig Anwendungen für Logistik- und Last-Mile-Lieferszenarien eröffnet.
Gemäß den neuen Bestimmungen können Fahrzeuge mit zertifizierten Autobahn-Autopilotsystemen auf Autobahnen den autonomen Modus aktivieren. Die Fahrer müssen jedoch jederzeit bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen. Vollständig fahrerlose Fahrzeuge dürfen auf ausgewiesenen Strecken für den öffentlichen Personennahverkehr oder den Gütertransport verkehren. Auch automatisierte Parksysteme sind nun zulässig.
Die Schweiz erforscht seit fast einem Jahrzehnt die Technologie des autonomen Fahrens. 2016 nahm die Stadt Sitten einen der weltweit ersten autonomen Busse im öffentlichen Nahverkehr in Betrieb. Die Bundesbehörden betonen, dass diese Technologie den Verkehrsfluss verbessern und das Unfallrisiko verringern kann. Führende Institutionen wie die ETH Zürich betreiben Spitzenforschung im Bereich KI-gestützter Algorithmen zur Umwelterkennung und Entscheidungsfindung.
Analysten glauben, dass die neuen Regelungen bedeutende Chancen für Schweizer KI-Mobilitäts-Startups eröffnen und dem Land helfen werden, seine weltweit führende Position im Bereich der intelligenten Mobilität zu behaupten.
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3. Wie Smart-City-Lösungen die Zukunft der Städte prägen
Quelle: Solarimpulse

Bis 2050 werden fast 70 % der Weltbevölkerung in Städten leben. Die Entwicklung intelligenter Städte ist daher entscheidend, um Städte lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Intelligente Städte nutzen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und das Internet der Dinge (IoT), um ein optimiertes Management von Verkehr, Energie, Wasserversorgung, Abfallentsorgung und anderen Ressourcen zu erreichen.
Zu den Vorteilen zählen die Reduzierung von CO₂-Emissionen, die Verbesserung der Energieeffizienz, die Optimierung des Verkehrsflusses und die Erhöhung der öffentlichen Sicherheit. Durch intelligente Stromnetze, intelligente Wassersysteme, Echtzeit-Verkehrsinformationen und intelligente Überwachungssysteme (einschließlich Gesichtserkennung, Rauchmelder und Brandmeldeanlagen) können Städte die betriebliche Effizienz und die Lebensqualität ihrer Einwohner deutlich verbessern.
Intelligente Städte stehen jedoch vor drei großen Herausforderungen: Erstens erfordert der Einsatz von Sensoren eine komplexe und kostspielige Infrastruktur. Zweitens birgt die zunehmende Verbreitung des Internets der Dinge (IoT) Risiken wie Cyberangriffe und Datenschutzverletzungen. Drittens besteht die Gefahr, dass gefährdete Bevölkerungsgruppen von der Datenerfassung und -anwendung ausgeschlossen werden. Experten betonen, dass eine inklusive Stadtentwicklung und die Beteiligung der Öffentlichkeit zentrale Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung intelligenter Städte sind.
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4. Warrington installiert intelligentes Hochwasserwarnsystem für Autofahrer
Quelle: Citti-Magazin

Der Stadtrat von Warrington hat ein intelligentes Hochwasserwarnsystem installiert, um Autofahrer bei Unwettern von zwei hochwassergefährdeten Gebieten fernzuhalten.
Das Hochwasserwarnsystem benötigt eine Reihe von Hochwassererkennungssensoren. Das System umfasst LED-Fahrzeug-aktivierte Anzeigetafeln (VAS), die mit Ampelsteuerungen verbunden sind und in der Holly Lane im Stadtteil Dallam von Warrington sowie in der Burford Lane in der Nähe des Vororts Lymm installiert wurden.
Im Januar 2025 kam es in der Holly Lane zu Überschwemmungen, die zu einer mehrtägigen Straßensperrung unter der Brücke führten. Obwohl in der Stadt bereits Hochwasserwarnschilder vorhanden waren, benötigte der Stadtrat von Warrington ein umfassenderes und integriertes System, um Autofahrern klarere und zeitnahere Informationen bereitzustellen.
Die neuen Detektionssensoren überwachen den steigenden Wasserstand auf den Straßen und schalten Warnschilder automatisch ein, um vor Überschwemmungen zu warnen. Gleichzeitig werden Ampeln auf Rot geschaltet, um Straßensperrungen anzuzeigen. Die Signalsteuergeräte sind mit Steuerungs- und Kommunikationsstationen verbunden, die in der Nähe beider Standorte in höherer Lage installiert sind, um die Komponenten vor Schäden durch Überschwemmungen zu schützen.
Der Warrington Borough Council kann beide Hochwasserwarnsysteme jederzeit und überall fernüberwachen und verwalten und erhält bei Hochwasserereignissen Push-Benachrichtigungen direkt auf Mobiltelefone oder andere Geräte.
Ein Sprecher des Stadtrats von Warrington erklärte: „Überschwemmungen nehmen zu. Durch die Installation automatisierter Hochwasserwarnsysteme an zwei besonders gefährdeten Stellen in der Stadt konnten wir die Risiken für Menschen und Sachwerte wirksam reduzieren, indem wir Autofahrer davon abhalten, durch überflutete Gebiete zu fahren. Das System aktiviert automatisch Warnschilder in der Nähe der jeweiligen Standorte, schaltet die Ampeln auf Rot und veröffentlicht Gefahreninformationen über soziale Medien.“

