Das südkoreanische Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr veröffentlicht den Fahrplan für Mobilitätsinnovationen bis 2030
Am 26. Februar finalisierte und veröffentlichte das südkoreanische Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr den *Fahrplan für Mobilitätsinnovationen 2030*, der innovative Initiativen für den gesamten Verkehrssektor und die urbane Mobilität umfasst. Auf Grundlage dieses Fahrplans plant die Regierung, zukünftige Mobilitätsbranchen wie autonome Fahrzeuge, urbane Luftmobilität (UAM) und umweltfreundliche Verkehrsmittel gezielt zu fördern.
Mit dem Ziel, bis 2027 vollautonome Fahrzeuge der Stufe 4 auf KI-Basis zu kommerzialisieren, fördert die südkoreanische Regierung großangelegte Demonstrationsprojekte in verschiedenen Städten. Zu diesem Zweck werden dieses Jahr in Gwangju 200 autonome Fahrzeuge eingesetzt, um Technologien zu testen und Daten im realen Straßenverkehr zu sammeln. Parallel dazu wird eine Plattform zur Integration und zum Austausch von Daten zum autonomen Fahren entwickelt, um das vernetzte Technologieentwicklungssystem – bestehend aus Demonstration und Verifizierung, Datenerfassung und KI-Lernen – zu optimieren.
Die kommerzielle Nutzung von UAM für öffentliche Dienste beginnt 2028. Die südkoreanische Regierung plant, das Sicherheitssystem hinsichtlich Flugzeugzertifizierung und Cybersicherheit zu verbessern und den Ausbau der Infrastruktur, wie z. B. Vertiports und Kommunikationsnetze, voranzutreiben. Anschließend soll 2030 die privatwirtschaftlich getriebene Erweiterung der zugehörigen Dienstleistungen beginnen.
Die Regierung wird auch den umweltfreundlichen Verkehr ausbauen. Der Anteil umweltfreundlicher Fahrzeuge an den Neuwagen soll bis 2030 auf 40 % und bis 2035 auf 70 % steigen. Zudem wird ein Sicherheits- und Recyclingsystem für Batterien von Elektrofahrzeugen eingerichtet. Gleichzeitig plant sie, die Entwicklung zukünftiger Verkehrsmittel wie Wasserstoff-Brennstoffzellenbusse und Wasserstoffzüge zu formalisieren.
Hong Ji-seon, Zweite Vizeministerin des Ministeriums für Land, Infrastruktur und Verkehr, erklärte, dass das Innovationstempo in verschiedenen Branchen aufgrund der Transformation durch die KI beispiellos schnell sei und dass dieser Fahrplan voraussichtlich einen neuen Meilenstein für die Mobilitätsbranche Südkoreas setzen werde.
Finnland schließt erste Demonstration des automatischen Zugbetriebs mit ETCS+ATO in Nordeuropa ab
Im März 2026 führte Finnland als erstes Land in Nordeuropa erfolgreich eine Demonstration des automatischen Zugbetriebs auf einer mit dem Europäischen Zugleitsystem (ETCS) ausgestatteten Hauptstrecke durch. Die Demonstration fand auf einer 19 Kilometer langen Strecke statt, auf der der Zug bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h präzise automatische Stopps mit einer Genauigkeit von 30 bis 80 Zentimetern erreichte und durch das automatische Zugbetriebssystem (ATO) sanft beschleunigte und kontrolliert bremste. Dies demonstrierte die nahtlose Integration von ATO und ETCS Level 2.
Die Demonstration, die auf dem halbautomatisierten GoA2-Framework basiert, markiert einen wichtigen Fortschritt für Finnlands Initiative „Digitale Eisenbahn“. Ziel dieser Initiative ist es, veraltete Eisenbahninfrastruktur durch das ETCS-System zu ersetzen, um Netzkapazität, Sicherheit und Betriebseffizienz zu verbessern. Laut einschlägigen technischen Bewertungen sollen solche digitalen Modernisierungen die Streckenkapazität um 30 % erhöhen, die Pünktlichkeit deutlich verbessern und Energieeinsparungen von über 30 % erzielen. Diese erfolgreiche Demonstration ist ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung und den nachhaltigen Betrieb des finnischen Eisenbahnsystems.
Indiens NHAI führt KI-gestütztes Kamerasystem zur Strafverfolgung auf nationalen Autobahnen ein
Quelle: nomadlawyer
Die indische Autobahnbehörde NHAI plant, im Jahr 2026 ein KI-gestütztes Dashcam-Überwachungssystem im gesamten nationalen Autobahnnetz einzuführen. Durch Echtzeit-Videoüberwachung und KI-Analyse kann das System Verkehrsverstöße, Unfälle und gefährliches Fahrverhalten sofort erkennen. Die Daten werden in Echtzeit an die zentrale Leitstelle übermittelt, wodurch die Effizienz der Notfallmaßnahmen erheblich verbessert wird.
Mithilfe von Algorithmen des maschinellen Lernens erkennt das System Geschwindigkeitsübertretungen, illegale Spurwechsel, das Überfahren von Fahrbahnmarkierungen und andere Verhaltensweisen und erfasst Kennzeicheninformationen mit einer Genauigkeit von 99 %. Es passt sich dabei kontinuierlich an komplexe Wetterbedingungen wie Regen und Smog an und arbeitet rund um die Uhr. Zunächst wird es auf unfallträchtigen Streckenabschnitten eingesetzt und deckt bis März 2026 eine Strecke von 2.000 Kilometern ab. Bis Ende des Jahres soll die Strecke auf 5.000 Kilometer erweitert werden, wobei der Fokus auf stark frequentierten Korridoren wie Delhi-Jaipur und Mumbai-Pune liegt.
Das System kann die Reaktionszeit bei Unfällen auf unter 5 Minuten verkürzen und die dynamische Verkehrssteuerung sowie die Fahrstreifensperrung unterstützen. Versicherungen planen, die Prämien für Fahrer, die sich an die Regeln halten, auf Basis von Überwachungsvideos zu senken. Die erste Projektphase umfasst Investitionen in Höhe von rund 4,5 Milliarden Indischen Rupien, einschließlich des Aufbaus der Strom- und Datenübertragungsinfrastruktur sowie der Schulung des Personals in Systembetrieb, Wartung und Datensicherheit.



